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->Automatic stop

- Titel: Automatic stop (von den Strokes geklaut, danke hierfür)

- Autor: Betsy

- Disclaimer: alles frei erfunden und kein Profit

- Rating: P12

- Genre: Angst -> Momentaufnahme

- Inhaltsangabe: Das erste Mal? Völlig ungeplant? Über einen gekommen?

- Vorwort: Äh. Ich mag es eigentlich nicht, dieses experementelle Schreiben .. also eher gesagt, es ist mir eigentlich immer noch völlig fremd. Ich weiss nicht, wie ich das ansehen soll; ist das besonders genial, oder besonders sinnlos? Es kommt irgendwie einfach so über mich und erscheint mir seltsam ur-eigen und im Moment des Schreibens als die ehrlichste Form etwas momentgetreu wieder zu geben. Kann man mögen, muss man nicht, denke ich mal .. kommt drauf an, ob diese Art des Schreibens einen anspricht und anfasst; ich weiss nicht, ob es so direkter in einen hineingeht, als der übliche Schreibstil. Das ist ja der Sinn des Schreibens >_> (Rückmeldung diesbezüglich bitte? <3)





Automatic stop



Wie kommt das. Genau jetzt, genau hier.
Du liegst neben mir. Ich rieche den schwachen Geruch deines Schweißes und meines Schweißes. Leise Atemzüge, sonst Stille. Als ob wir versuchen nicht zu atmen, um dem anderen vorzumachen wir wären nicht da. Es wäre nichts passiert.

Ich begreife es nicht, erfasse es noch nicht einmal, mir fehlen die Farben, um die Situation auszumalen und somit sehen und in mir aufnehmen zu können. Ich begreife es nicht.
Ich fühle mich erstarrt. Und gefangen.

„...Tom?“

Du bist zu laut, sei still, sprich nicht mit mir.

„Bist du...“

Sei still, sei still.

„Bist du okay?“

Mein Blick erhängt sich am Weiß der Decke über uns.

Rascheln. Sei still, sei still. Lass mich.
Ich spüre wie du näher rückst und spüre meine Muskeln noch mehr ineinander verhacken und in sich selbst erstarren. Ich bin gelähmt - das kommt davon - querschnittsgelähmt, ganzkörpergelähmt, ich sterbe, ich sterbe.

„Tom.“

Ich atme nicht, das fällt mir auf, als deine Hand mich am Arm verbrennt; ich stoße Luft aus und meine Muskeln explodieren, als ich heftig zusammenzucke. Ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr, ich begreife das nicht.
Als die tapezierte Wand mich anstarrt, wird mir bewusst, dass ich mich von dir weggedreht hab. Zusammengerollt. Die Decke ist zu klein und durchsichtig.

Wer weint?
Ich glaube wir beide tun es.

Bill.

Bill.

Ich begreife es nicht.
Hättest du nicht was tun können?
War das meine Aufgabe?
Oh Gott. Oh Gott.
Was passiert?
Ich verstehe es nicht.
Verstehst du mich?
Bill.

Bill.

Wir haben uns erhangen. Wir haben uns ermordet. Haben wir das wirklich getan?
Ich kriege keine Luft, kannst du noch atmen?
Suchst du nach Lösungen, oder verstehst du es auch nicht?

„Tom ..“ Ich höre Tränen.

Ich bin so froh, dass du nicht noch mehr sagst. Kein „hass mich nicht“, kein „ich liebe dich“. Ich könnte auf nichts reagieren.

Du verschwindest langsam, verblasst fast. Ich spüre dich hinter meinem Rücken auflösen.
Ich höre dich atmen: unregelmäßig Luft ausstoßen, nachdem du sie angehalten hast, im Versuch die Geräusche zu ersticken. Du bist so weit weg.
Hass mich nicht. Hass mich nicht. Entfern dich nicht von mir. Ich habe nicht vor dir Angst, ich habe vor dem zwischen uns Angst, versteh mich nicht falsch. Ich kann dich jetzt nicht in den Arm nehmen, um dich zu trösten, ich brauche selber Trost, ich brauche selber etwas, was mir erklärt, was mich getrieben hat und was dich getrieben hat und ich glaube wir können es uns gegenseitig nicht erklären. Können wir das?
Ich kann dich nicht berühren, ich glaube zu wissen, dass du das willst; willst du das?

Ich will dich berühren, nicht wie eben, ich will dich tröstend berühren, das wäre etwas Vertrautes, etwas Bekanntes. Ich brauche jetzt etwas, was ich kenne, was mich beruhigt, was das Fremde bezwingt und versperrt. Die Wand starrt mich an. Mir ist so kalt, ich zittere.
Wenn du mich jetzt berühren würdest, wie früher, nicht wie eben, würde ich deine Berührung in mir aufnehmen und sie dir wieder geben, ich verspreche es. Komm her, komm her. Ich brauche dich, ich brauche dich. Ich brauche uns. Ich will uns nicht verlieren. Die Wand starrt mich an. Bitte komm her.

„Tom.. ich bin doch da ..“ Ich weine so sehr, als du mich von hinten umarmst und nichts auf das eben Geschehene deutet, als ich die Augen schließe, meine Augen sich anfühlen, als ob sie verbrennen und versuche mich beim abgehackten Film in meinem Kopf auf die schwarzen Stellen zwischendurch zu konzentrieren.
Ich brauche uns so, wie ich uns kenne, wie ich uns begreifen kann, ich verkrafte nichts anderes. Nicht jetzt. Noch nicht. Lass mich erst wieder an deine Wärme gewöhnen, bis das Schockgefrorene aufgetaut ist und ich mich an der Hitze nicht mehr verbenne. Nur noch ein wenig Zeit, bis ich dir die Wärme wieder geben kann, bis meine Wärme sich wieder traut in Hitze hochzuzügeln ohne Angst dich zu verbrennen. Bis wir beide es kontrollieren können ohne uns gegenseitig Brandblasen zuzufügen, wie wir es gerade eben getan haben. Lass uns noch ein wenig dem gegenseitigen zittrigem Luftholen zuhören, bis wir wieder sprechen können.
24.5.07 12:33





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