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Lektion 14




So, es gibt zwei wichtige Arten von Seen – den oligotrophen und den eutrophen See.


Der oligotrophe See



Das Wichtigste, was man wissen muss, ist dass er arm an Nährstoffen ist. Meistens sind solche Seen ziemlich tief, haben klares Wasser und wenig Wachstum von Schilf und solchen Dingen. Das Einzugsgebiet ist ziemlich klein, das heisst es wird sofort tief. Das beschränkt auch die Vegetation, weil es halt kaum halbtiefe Stellen gibt, wo Schilf oder sowas wachsen könnte (würd ja sofort ersaufen bei der Tiefe xD). Die Algenproduktion wird durch Georgkrebschen (auch Planktonkrebse genannt) wirksam kontrolliert, es entsteht keine Überproduktion.
Weil die Ressourcen an Nahrung (Algen) begrenzt sind, gibt es auch nicht so viele Georgkrebse. Das heisst es sterben auch nicht so viele Krebse ab und es sinkt nicht viel organisches Material auf den Grund des Sees.
Wenn ein Georgkrebs aber stirbt, wird er meistens schon beim Absinken von aeroben Bakterien (Bakterien, welche Sauerstoff brauchen) remineralisiert, also zersetzt und erreicht so gar nicht den Boden.
Das ganze Jahr über ist bis in die tiefsten Hypolimnion Schichten Sauerstoff vorhanden, weil das Wasser so klar ist und das O2 nicht sofort von allen möglichen Viechern verbraucht wird. Es gibt da ja einfach nicht so viele.
Unten leben allerdings im aeroben, also sauerstoffdurchtränkten Sediment sogenannte Zeigerorganismen (Organismen, die typisch für eine bestimmte Umgebung sind), die weißen Zuckmückenlarven, auch kleine Gustavs genannt.


Kommen wir zum eutrophen See, das Höllengebiet der roten Zuckmückenlarven, den Groupielarven.



Der eutrophe See ist eine Brühe .. Durch Nährstoffzufuhr des Menschen(Abwasser etc) gibt es eine Überproduktion der Vegetation, auch das relativ lange Einzugsgebiet des Sees fördert das.
Der Georgkrebs schafft es nicht die Sommerproduktion der Algen zu fressen, es gibt sowieso auch viel zu viele Georgkrebse, wodurch die Sterberate naturgemäß auch steigt. Da der See ebenfalls nicht sehr tief ist, kann das organische Material nicht schon beim Absinken zersetzt werden und sinkt auf den Grund. Dort befindet sich eine schlammige, faulende Sedimentschicht – dort leben die Zeigerorganismen des eutrophen Sees, die roten Zuckmückenlarven, die Groupielarven.

Natürlich bietet so ein eutropher See vielen Konsumenten und Produzenten Nahrung, diese Menge verbraucht aber wiederum viel Sauerstoff. Zwar kann es in der oberen Schicht sogar zu einer Sauerstoffübersättigung durch die vermehrte Fotosynthese der zahlreichen Pflanzen kommen, unten jedoch ist der Sauerstoff in den Stagnationphasen schnell verbraucht und kann nicht aus den oberen Schichten bezogen werden.
Dadurch zersetzten nicht mehr aerobe Bakterien das organische Material, sondern anaerobe, also welche, die ohne Luft auskommen. Diese jedoch setzen dabei Giftstoffe, wie Ammoniak und Metangas frei.
Das Phosphat, das bei genügend Sauerstoff im Sediment gebunden ist, gelangt noch zusätzlich zu den vorhandenen Mineralstoffen ins Wasser.

Solch ein eutropher, also sehr minerallstoffübersättigter See kann auch „umkippen“.
Durch die starke Eutrophierung nimmt die Produktivität zu, die Prozesse schauckeln sich auf, bis das Hypolimnion völlig Sauerstofffrei ist und anaerober Abbau einsetzt. Die giftigen Produkte im Wasser reichern sich an, wodurch empfindliche Organismen, wie Zwillingsfische und auch die Georgkrebse sterben. Durch die Sauerstoffzehrung wird das Phosphat aus dem Sediment gelöst.

Aufhalten kann man diesen Prozess durch Hinzuführen von Sauerstoff in die unteren Schichten und somit die Förderung des aeroben Abbaus. Aber vor allem Schutz des Gewässers vor menschlicher Zufuhr von Nährstoffen.




[ --> oligotropher + eutropher See | Umkippen eines Sees ]
18.4.07 12:10


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