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Lektion 17

Geschichte der Kindheit.

Hierbei gab es 2 wichtige Leute, die (mehr oder weniger) schlaue Sachen herausgefunden haben: Aries und De Mause.

Laut Aries gab es im Mittelalter im Grunde keine Kindheit; nachdem die Kinder sich selbst versorgen und auch mitanpacken konnten, wurden sie übergangslos in die Welt der Erwachsenen aufgenommen mit allen Rechten und Pflichten. Ein Jugendalter mit einem langsamen Übergang gab es also nicht. Die familiäre Gemeinschaft hatte dabei keinerlei emotionale Bedeutung, sondern diente lediglich der Fortpflanzung (ganz viele Nachkommen bekommen, die Stärksten überlebten), und der Weitergabe des Erbes und des Namens.
Folglich existierte damals keine Erziehung, weil auch kein Interesse an Kindern bestand. Gelernt hatten Kinder beim Mithelfen und über mündliche Anweisungen.
Veränderungen diesbezüglich gab es in der Renaissance. Kinder bekamen erstmals „Kinderkleidung“, die es von Erwachsenen unterschied. Das Interesse an den Kindern stieg und auch an der Erziehung, jedoch fand diese nicht so statt, wie man es sich heute vorstellen würde; Kinder wurden als Lustobjekte angesehen (nicht sexuell) und verhätschelt. (Bei den etwas wohlhabenderen Familien).
Später begannen sich die Kirchenleute für die Kinder zu interessieren aus der Erkenntnis heraus, dass Kindheit die Zeit war, in der man einen Menschen formen konnte. Es wurde festgestellt, dass das Kind für das Leben nicht reif ist und es wurde quasi in „Quarantäne“ gesteckt. Ein Gefühl der Scham entwickelte sich zusammen mit dem Erkennen der Unschuld des Kindes: wenn früher Kinder auch als Kleinkinder wie kleine Erwachsene angesehen wurden und keine anderen Behandlung erhielten, so sprach man nun nicht mehr von bestimmten Dingen in ihrer Gegenwart. Wie zum Beispiel Sexualität, Gewalt, Geld etc.
Die Familie bekommt in dieser Zeit eine moralische und geistige Funktion; es entsteht ein Zusammenhalt zwischen Kind und Eltern.
Als dann im 17. Jahrhundert die Schule einen Aufschwung bekommt, wird das ehemals freie Kind von der Schule und der Familie aus der Gesellschaft der Erwachsenen herausgerissen und in die Bezeichnung „Kind“ isoliert.
Die Etablierung von Internats im 18./19. Jh. verstärkte dies noch; Kinder wurden quasi aus der Freiheit des Mittelalters ins Gefängnis der neuen Zeit gebracht. Es herrscht zwar keine Gleichgültigkeit gegenüber Kindern, dafür aber besitzergreifende Liebe.

Aries’ Theorie nach werden auch in der Moderne die Kinder extrem isoliert. Die Familie bleibt die einzige emotionale Basis, es gibt keine Sozialität mehr, wie im Mittelalter, wo das Kind stufenlos zum Erwachsensein überging und keine Diskriminierung und Isolierung aufgrund seines Alters erfuhr.
Als Fazit: Familiensinn auf Kosten gesellschaftlicher Beziehungen.


De Mause dagegen ist der Meinung, dass die Kindheit sich zu Guten verändert hat. In der Antike gab es ungestraften Kindermord, dann Weggabe, dann wollte man das Kind bewusst formen und nach seinen Vorstellungen gestalten. Dies hat sich mit der Zeit zum positivem wie Sozialisation und Unterstützung gewandelt.
Laut de Mause gibt es 3 typische Reaktionen von Eltern auf Kinder:
1. projektive Reaktion: eigene Wünsche und Ängste werden auf Kinder projeziert – eventuelle Überforderung, Kindesmord.
2. Umkehr-Reaktion: Kind dient als Ersatz für eine Erwachsenenfigur z.B. Partner, Elternteil, Kind wird überfordert, zu viel von ihm erwartet und verlangt.
3. Emphatie: Hierbei versucht man sich ins Kind einzufüllen, seine Wünsche und Bedürfnisse nachzuvollziehen und diese zu erfüllen.

In der Vergangenheit dominierten vorallem die ersten beiden Reaktionen; es gab vermehrt sexuelle Übergriffe, Gewalt etc. Allerdings würde die Richtigkeit seiner These bedeuten, dass es vor einigen Jahrhunderten extrem viele Fälle von Kindesmissbrauch gegeben hat.
10.5.07 11:33
 


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