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Lektion 15

Hurrelmann hat zu seiner Theorie 8 Maxime aufgestellt. Eine Maxime bezeichnet einen Leitspruch, der als Grundlage für das Handeln dient. Zum Beispiel Bills Maxime „Wo die Liebe hinfällt“ -> so wundert er sich nicht groß und wehrt sich nicht dagegen, dass seine Liebe direkt neben ihn gefallen ist. xD

Erste Maxime: Persönlichkeitsentwicklung. Solang ein Jugendlicher „unfertig“ ist, zeichnet eine intensive Lebensführung seinen Alltag. Man probiert möglichst alles und möglichst gleichzeitig aus, um individuelle Akzente in sein Leben und ökologische Umwelt setzen. Man ist also einfach nicht festgelegt auf irgendwas. Wie Bill, der singt, synchronisiert, sich beim Comet als Moderator versucht xD (und dabei ziemlich gut ist oO; ) und denkt eventuell auch mal zu schauspielern.

Zweite Maxime: Sozialisation, produktive Auseinandersetzung mit innerer und äußerer Realität und dabei das erstmals die Aufgabe eine Ich-Identität zu entwickeln, während die Entwicklungsaufgaben bewältigt werden. Ein Selbstbild wird geformt und sein Handeln in Relation zur Umwelt gesetzt.
Bill legt für sich selbst fest wer er ist, ob seine sexuelle Ausrichtung und sein Kleiderstil und Gestik dasselbe aussagen, oder er diese Aspekte völlig autonom betrachtet. Wenn er dies für sich selbst weiss, kann er selbstbewusst agieren und bemerkt auch die Reaktion der Umwelt auf seine Persönlichkeit.

Dritte Maxime: Eigenständige Lebensführung. In der Phase des Jugendalter treffen sich rasant verändernde pschisch-physische Strukturen ( Gefühle, Denkweise, Identität) auf mehr oder weniger feste Instituionen des soziokulturellen Bereichs (Schule, Elternhaus, Clique). Dies muss man versuchen produktiv zu bewältigen und durch „Suchen und Tasten“ seinen Weg zu finden.
Bill stößt mit seinem Kleidergeschmack oft auf spöttische Bemerkungen und Belächeln in den Medien , welche ihm Rollen zuweisen und ihn in Kategorien stecken wollen; dies zur Kenntnis nehmend, aber sich nicht übermäßig beeinflussen lassend, muss er für sich selbst herausfinden wie hoch der Absatz seiner Cowboy Stiefel sein soll und wie viele Rüschen seine Bluse besitzen sollte und wie lang er seine Haare noch wachsen lässt. xD

Vierte Maxime: Integration und Individuation im Sozualisationsprozess. Man muss also die Gratwanderung hinkriegen eine individuelle, unverwechselbare Persönlichkeit und somit auch solch ein Selbstbild, die Ich-Identität, zu formen, sich aber in Folge desses nicht isolieren, sondern in die bestehende Gesellschaft insoweit integrieren, dass man von ihr Nutzen beziehen kann und diesen auch wieder an die Gesellschaft zurückgibt.
Bill entwickelt Individuation, indem er sich vom gewöhnlichen Bild eines 17-jährigen Jungen stark unterscheidet (wenn es denn einen typischen 17-jährigen überhaupt gibt x_X), gleichzeitig jedoch dient er quasi der Gesellschaft, weil er sich in der Öffentlichkeit engagiert, er bietet die öffentliche Figur, „Bill, der Sänger von Tokio Hotel“, als Projektionsfläche an quasi. Von der Gesellschaft kriegt er dafür zurück erstmal völlig wertfreie Aufmerksamkeit.

Fünfte Maxime: Entwicklungsdruck. Das Bewältigen von Entwicklungsaufgaben fordert ein hohes Belastungspotenzial, wenn Jugendliche sich überfordert fühlen oder Schwierigkeiten haben, kann es zu Entwicklungsstörungen kommen.
Eine Möglichkeit wäre, dass Bill kein Gleichgewicht zwischen den von Mead aufgestellten Instanzen Me und I hinkriegt und kein stabiles Selbstbild von sich hat. Zum Beispiel können die reflektierten Ichs, die MEs, Überhand nehmen, durch die Kategoriezuweisungen von allen Seiten: Bill der Sänger, Bill der Mädchen-Junge, Bill der Mädchenschwarm, Bill der androgyne Jugendliche, Bill das Sexsymbol bla bla. Wenn man kein stabiles Selbstbild hat, fängt man an sich zu fragen, wer man ist: der Mädchenschwarm? Die „Schwuchtel“? Der „Nena-Doppelgänger“?
Entwicklungsaufgabe der Selbstfindung wäre damit vorerst gescheitert. Isolation und Selbstzweifel könnten folgen.

Sechste Maxime: Soziale Ressourcen/Bezugsgruppen.
Neben individuellen Bewältigungsfähigkeiten ist auch Unterstützung durch die wichtigsten Bezugsgruppen notwendig.
Durch Tom zum Beispiel. <33

Siebte Maxime: Sozialisationsinstanzen müssen Feiräume für kreative und möglicherweise von den Normen abweichende Motive und Kompetenzen einräumen. Diese dürfen nicht zu eng, aber auch nicht grenzenlos frei sein. Gleichzeitig werden durch verschiedene Instanzen gesellschaftliche Werte und Normen vermittelt: durch Familie, Schule, Vereine. An diesen Instanzen wird oft die Rebellion gegen bestehende Normen und Werte ausgeübt.
Bills auffälliges Äußeres ist sicher auch eine Art Rebellion, welche jedoch ihre Wirksamkeit verloren hat, in dem Moment, in dem es durch Erfahrungswerte angefangen wurde von ihm erwartet zu werden sich so zu kleiden. Im Grunde ist Bill in der Öffentlichkeit ziemlich handzahm, aber ich schätze das geht nicht wirklich anders in der Position, in der er ist. Fatal wäre es, wenn es eine extreme Abweichung zu seinem privaten Ich geben würde. Eine Abweichung an sich ist da natürlich völlig normal.

Achte Maxime: Besagt eigentlich nur, dass die Jugend eine eigenständige Lebensspanne ist.



Als Fazit kann man sagen, dass Hurrelmann die Jugendlichen ernst nimmt in ihrer Problematik und ja .. ist halt ’n Freund der Jugendlichen, der Gute. xD
10.5.07 10:22
 


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